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Sandra Oberemm

82319 Starnberg
Tel.: 08151/66 69 76
S.Oberemm@tanz-gestalt.de

 

 

Frauengruppe in Starnberg

Wir Menschen sind soziale Wesen- wir brauchen einander, um zu überleben.  Das ist eine fundamentale Tatsache. Wir stehen in permanenter Beziehung zu unseren Mitmenschen. Ohne könnten wir uns nicht entwickeln, ohne wüssten wir gar nicht, wer wir sind. Wir befinden uns in permanenter Korrespondenz, im Austausch mit anderen. Sich zugehörig zu fühlen gehört zu einem wesentlichen Grundbedürfnis des Menschen.

In unsere erste „Gruppe“ werden wir hineingeboren (Familie), auch später werden wir Gruppen zugewiesen (Kindergarten, Schule…), die wir uns nicht aussuchen können. Diese erworbenen Erfahrungen, ob stärkende oder verletzende, sind prägend für das Bilden meines Selbst und spätere Begegnungen mit anderen Menschen. Wie ich mich in mir und in Beziehung mit anderen erlebe, gründet auf dieser Zeit. Im Laufe unseres Lebens werden wir selbstständiger und können wählen, welcher Gruppe wir uns zuwenden und welcher nicht (Beruf, Freizeit, Wohnort etc.)- dennoch haben wir ein bestimmtes Rollenverhalten und Gefühlszustände (ob schüchtern, neugierig, offen etc.) entwickelt.

Dieses Sein wird sich in einer Frauengruppe ebenfalls deutlich zeigen- warum also Gruppe?

Nach dem ersten Kennen lernen und vorsichtigen Sich- Öffnen beginnt Vertrauen zueinander zu wachsen und ein ganz eigener Raum entsteht
ein sozialer Mikrokosmos. Wenn sukzessive die Fassade bröckelt, beginnen wir wahrzunehmen, was wirklich ist- bei den anderen und bei mir selbst. In dieser Atmosphäre entsteht die Identifikation mit den anderen und ein Gruppenzusammenhalt. Wir werden zugänglicher für emotionale Erfahrungen und können Vertrauen lernen, so dass unsere Angst vor so genannten Schwächen in den Hintergrund treten kann. Auch, wenn eine andere beherzter ist und sich früher öffnet, kann ich davon partizipieren durch mein Anteil- Nehmen- der sog. Effekt des Trittbrettfahrers.

In einer Zeit, in der sich soziale Netze zunehmend auflösen, kann eine feste Gruppe Verbindlichkeit, Zuverlässigkeit und Bindung vermitteln. Sowohl innerhalb als auch außerhalb entstehen nachhaltig Kontakte, weil durch das gemeinsame Gehen durch Prozesse, der kongruente Wunsch nach persönlichem Wachstum und das Teilen vieler persönlicher Details- ebenso das sich gegenseitige Unterstützen, das Erleben von Nähe und Vertrauen, Wertschätzung und Respekt machen eine Gruppentherapie so wertvoll!

Das Besondere an dieser Gruppe ist, dass nicht nur das Gespräch geführt wird.

Der ganze Körper wird einbezogen, um möglichst intensive, spürbare und nachhaltige Erfahrungen zu machen. Tanz, gestalttherapeutische Angebote, Maskenarbeit, Materialien wie Ton, Farben, Naturelemente etc. werden eingesetzt, um lebendige, kreative Seiten zu reaktivieren sowie verschüttete Lebensenergien und Ressourcen aufzudecken.

Gestalttherapie ist nicht nur eine Therapieform, sie ist eine Haltung, welche von verschiedenen Grundgesetzen ausgeht. Z.B., dass Menschen eine Entwicklung, einen Prozess und etwas Offenes zu einer ganzen Gestalt schließen wollen. Unabgeschlossenes verhindert, in Frieden zu sein- das können Konflikte, alte Verletzungen, nicht abgeschlossene Beziehungen und noch viel mehr sein. Oft versuchen wir Unangenehmes zu vermeiden- und geraten in ungesundes Verhalten- wie z.B. falsches Essverhalten, zuviel arbeiten, Rückzug trotz des Bedürfnisses nach Begegnungen und vieles mehr. Gestalttherapie ist eine erlebnis- und erfahrungsorientierte Psychotherapieform- ebenso, wie die integrative Tanztherapie, welche als Erlebnismedium Tanz und Musik einsetzt. Schwerpunkt beider Richtungen ist die Differenzierung der Wahrnehmung und des Ausdrucks sowie die Erweiterung des Gefühls- und Bewegungsrepertoires als Voraussetzung für Flexibilität und Variabilität des Verhaltens im Kontakt mit sich und seinem Mitmenschen.

Als weiteres Ziel umfassen diese beiden Richtungen die Bewusstheit über die Bewegung und den Bewegungsausdruck zu erarbeiten, den Zusammenhang zu den Empfindungen und Gefühlen herzustellen und damit die lebensgeschichtliche Bedeutung und Haltung zu erfassen. Somit stellt das Arbeiten im Hier und Jetzt auch eine Brücke in die Vergangenheit her, sofern dies erforderlich ist.

Und trotz der Arbeit an uns selbst kommt das Lachen und die Leichtigkeit nicht zu kurz- das gehört zum Lebendig- Sein einfach dazu!

Wir treffen uns 14- tägig während der Schulzeit. Einstieg ist nach den Schulferien möglich.
Kosten: 21€ pro Abend (1, 5 Std.)
Gruppengröße: max. 7 Frauen
Zusätzlich findet ein Intensiv- Wochenende im Jahr statt.
(Vorgespräch erforderlich.)